Montag, 28. Oktober 2013

Monday

Das Unheil begann an einem Montag.

Aber mal ehrlich, gibt es überhaupt etwas gutes, was an einem Montag passiert? Die Schule und die Arbeit beginnen. Geschichtlich hab ich jetzt spontan nur den Schwarzen Montag ausmachen können, also den Ersten Börsenkrach nach dem zweiten Weltkrieg.
Aber sicherlich begann auch der eine oder andere Krieg an einem Montag. Und da fällt mir grade ein, sind die Montagsdemonstrationen nicht auch immer auf einem Montag? Würde zumindest Sinn machen.

Aber zurück zum Thema.
Wie ich schon mal erwähnt hatte, arbeitet mein Vater auf einem Wochenmarkt.
Das Geschäft läuft ganz gut, seine Mitarbeiter sind kompetente Verkäufer und die Kunden sind (meistens zumindest) sehr zufrieden.
In der Nähe eines Standortes meines Vaters befand sich ein Laden, der zentral gelegen und in langer Tradition, die Lebensmittel verkauft, die auch mein Vater vertreibt. Der Inhaber geht nun schon länger auf 80 zu und suchte vor ein paar Jahren einen Nachfolger. Mein Vater der schon lange einen Auge auf das Lädchen geworfen hatte, schlug sofort zu.

Dies war eine Entscheidung, die leider nicht so leicht rückgängig zu machen war.
Von der Bank, den Mitarbeitern und dem Vermieter ging zwar alles in Ordnung.
Aber es kamen einige Probleme auf uns zu, die hatten wir falsch kalkuliert bzw. überhaupt nicht eingeplant.
Hier ein kleiner Auszug:

  • Der Keller des Ladens war einsturzgefährdet. Das hieß, sowohl in der Fertigung, als auch im Verkaufsraum selber musste der Boden erneuert werden. Zusammen mit dem nicht mehr standardisierten Innenmobiliar hieß das: Schließen, renovieren und Neueröffnen.
  • Auch wenn mein Vater den Vorbesitzer noch eine Zeit lang übernehmen wollte, vermissten viele (vor allem ältere KundInnen) den Herrn S. und weigerten sich gegen die neue Firmenpolitik (Transparenz, Hygiene etc.). Dabei wurde uns dann vorgeworfen den "Flair" getötet zu haben. Naja.
  • Das größte Problem stellte eine Baustelle dar, die sich erst über alle Straßen und schließlich über die Gehwege erstreckte. Der Zugang war zwar nie ganz gesperrt, jedoch erschien es von außen, als könne man nicht bis zu dem Laden vordringen. Ein Dixi-Klo direkt vor der Tür war ebenfalls wenig hilfreich.


Durch diese Punkte waren wir irgendwann gezwungen eine Entscheidung zu treffen. Den Laden weiterführen, bis zum Ruin oder mehr Kraft und Energie in den mobilen Verkauf auf dem zu Wochenmarkt stecken. Bis dahin hatte grade diese Sicherheit uns vor dem kompletten Abrutschen gesichert. Sicher, am Hungertuch haben wir noch nicht genagt, aber angenehm war die ganze Sache trotzdem nicht. Und so wurde der Laden nach dem Weihnachtsgeschäft geschlossen.
Nachdem es dann nicht einmal mehr zu einer "Ein Tag pro Woche"-Öffnung kam, versuchte nun auch mein Vater den Laden wieder loszuwerden.
Was am Anfang noch nach einem recht sinnfreien Vorhaben aussah, hatte zum Schluss ehrlich interessierte...Interessenten ;)
Das erste Team wurde jedoch von der Bank gebremst, da der Mann schon einmal pleite gegangen war. Team B, das mit dem ersten Team zusammengearbeitet hätte, rückte also auf Platz 1 unserer Wahl. Sie waren schon mehrere Male im Laden und hatten dabei markiert (mit gelben Post-Its), was da bleiben sollte (Regale und lagerfähige Lebensmittel) und was weg konnte. Wir also alles schön sauber gemacht, ausgeräumt und einen Schrotthändler beauftragt die Reste rauszureißen.

Dann kommt Team B am Montag zur Besichtigung und um den Vermieter kennen zu lernen und dann das:
Sie sind sich nicht sicher, ob sie das wirklich machen wollen. Ob sie das mit dem Bezahlen schaffen, der Miete und dass ja doch noch einiges renoviert werden müsse.
Eine Absage also an meinen Papa.
Montag.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Tage, die man besser aus dem Kalender streichen sollte

Die nächsten Wochen werde ich euch mal teilhaben lassen, an einer Woche, die so nicht geplant war. Die aber auch niemand so hätte planen können. Eine Woche, die wir (also meine Familie und ich) nicht so bald vergessen werden.

Eine doch sehr bedeutsame Woche, deren Fazit natürlich im Auge des Betrachters liegt, in mir aber eine Gefühlslage wachrief, die ich noch nie so erlebt hatte.

Freitag, 4. Oktober 2013

Kindergeld...

Vielleicht denkt an dieser Stelle der eine oder andere:
"Was soll das? Warum verfasst sie (also ich) Posts mit dem Titel: Kindergeld? Und schreibt dann über alles, nur nicht übers Kindergeld?!"

Doch genau da lag das Problem. Ein Problem mit dem wir lange zu kämpfen hatten und von dem eine Weile davon ausgegangen wurde, dass es (also das Problem) vor Gericht käme. Kam es auch. Aber anders als vermutet.

Zwischen der letzten Aussage aus dem Post "Kindergeld.." und dem heutigen Tag liegt nun beinahe ein Jahr. Wenn nicht sogar mehr. Doch was passierte in dieser Zeit?

Ein Blick zurück sollte Klarheit bringen (was auch sonst?)

Meine Mutter bezieht Kindergeld von der Familienkasse. Das ist nicht viel, also nicht die Welt, aber es ist da und hilft. Während der Schulzeit muss man nachweisen, dass das Kind auch zur Schule geht. Das ist ein recht einfaches Vorhaben, da man einen Vordruck von der Schule bekommt, den man einfach an die Familienkasse sendet. Fertig.
Nach der Schulzeit ist es nicht sehr viel komplizierter, wenn man eine Ausbildung absolviert. Dann gibt man das dementsprechend an die Kasse weiter und alles ist gut. Doch wie das Leben so ist: "Wenn das kleine Wörtchen 'Wenn' nicht wäre"

Und das hieß in dem Fall, dass ich keinen Ausbildungsplatz nach meiner Schulzeit in Aussicht hatte. Wat'n Wunda. Ich hatte mich ja auch nirgends beworben. Wäre also echt eine Überraschung für alle gewesen, wenn ich direkt von der Schule einen Ausbildungsplatz gehabt hätte. Meine Lehrer waren davon wenig begeistert, redeten mir gut zu und ermutigten mich, mich der Verantwortung zu stellen und mein Leben in den Griff zu bekommen. Zu dumm, dass mir dieses "gut zureden" wie "fertig machen" vorkam. Als würden sie mich für das verurteilen, was ich tue. Als würden sie sich in mein Leben einmischen wollen. Als würden sie sich mit der Zeit gegen mich verbünden um noch mehr Druck aufzubauen.
Und da gingen bei mir sämtliche Schotten zu. Ich hatte zwar keinen Plan was ich will, wollte das aber nicht so offensichtlich machen. Hätte ich das getan, hätten mir alle (Lehrer eingeschlossen) vielleicht besser helfen können. So saß ich nach meinem Abi einfach nur ratlos in der Ecke. Selbst dem Arbeitsamt machte ich noch so etwas ähnliches wie eine Ansage:
"Ich will Bäcker werden! ...vielleicht..."
Hätte ich dort meine Hilflosigkeit klar gezeigt, wäre es vielleicht nicht so weit gekommen, wie es nun ist.
Dadurch, dass ich so wirkte, als wüsste ich was ich wolle, kam meine Beraterin nach einiger Zeit zu dem Entschluss, dass ich offenbar keine Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche bräuchte. Das hat sie zwar nicht direkt so gesagt, sie hat mich über diesen Gedanken auch nicht informiert, aber sie hat mich aus der Vermittlungsdatei genommen. Da ich mich nicht zurückgemeldet hatte. Bezüglich einer Hilfe, von der ich wusste, dass sie (aus meiner Sicht) Sinn- und Zwecklos ist. Ich, die selber noch in dem Glauben stand, das Abi nicht zu schaffen. Und das nach dem Abi.

Wie auch immer. Ich war bereits seit letztem Jahr nicht mehr als ausbildungssuchend gemeldet. Und das bedeutet für die Familienkasse: Kein Geld für euch.
Was es für die Familienkasse nicht bedeutet war:
Die Familie zu informieren, dass das Kind (also ich) nicht mehr als ausbildungssuchend gemeldet ist.
Der Familie unverzüglich das Kindergeld zu streichen, um deutlich zu machen, dass es keinen Anspruch mehr darauf habe.
Die Familie anzurufen, um zu hinterfragen, warum offensichtlich unkorrekte Angaben gemacht würden bezüglich des angegebenen Status' (als ausbildungssuchend gemeldet).

Nein, stattdessen zahlen sie weiter. Sie ließen uns in dem Glauben, dass alles korrekt sei. Dass das Kind ausbildungssuchend gemeldet ist. Dass wir Anspruch auf Kindergeld hätten.
Ein halbes Jahr.
Und dann forderten sie es zurück.

Zuerst behielten sie tatsächlich das Kindergeld ein, da wir uns angeblich nicht gemeldet hätten (hatten wir), verrechneten einen Teil des geschuldeten Kindergeldes mit dem Kindergeld, was noch in Zukunft gezahlt werden würde und bombardierten uns abschließend mit Rückzahlungsforderungen im 4-stelligen Bereich. Gut man soll nicht übertreiben, aber welcher normale Mensch kommt schon mit drei verschiedenen Schreiben, von drei verschiedenen Sachbearbeitern mit unterschiedlichen Aussagen zu einem Thema zurecht? Zudem wenn jedes Schreiben mehrere Seiten in Amtsdeutsch beinhaltet und alle an einem Tag im Briefkasten liegen.
Da kann man doch nur noch einen Anwalt einschalten.

Naja, und so erhielten wir dann eine Vorladung. Vor einen Richter. In Hannover. Weil man es ja nicht persönlich hätte klären können.
Aber wer weiß, vielleicht war es ganz gut diese Erfahrung gemacht zu haben. Ein Erlebnis, das man für spätere Zeiten nicht mehr vergisst.

Was genau ablief, wie es ausging und was sonst noch wichtig ist, schreib ich dann ein andermal. Da geht es nämlich dann um Tage (und in diesem speziellen Fall um eine ganze Woche), die man am besten aus dem Kalender streichen sollte.

Montag, 30. September 2013

Kindergeld..

Hmm... also was haben wir hier?!


Interessen? Also, eigentlich irgendwie alles. Nur, dass ich nicht alles kann, bzw. nicht zu allem Zeit und Lust hab. Ich lese gern. Aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch in der Hand hielt. Ich male auch ganz gern und gelegentlich auch gut (je nach dem wen man fragt), aber auch hier könnte ich kein Datum angeben, das nicht direkt mit dem Kunstunterricht zu tun hatte, an welchem ich freiwillig einen Stift oder einen Pinsel zum Malen in die Hand nahm.
Backen? Also das könnte ich ja glatt hinschreiben. Das tu ich nicht nur sehr gerne, sondern ich mach es auch gelegentlich. Und ich hab sogar einige Opfer...äh... ich meine Verkoster, die bezeugen können, dass man es essen kann. Mehr als einmal.

So, eigene Bemühungen um einen Platz?
Eigentlich schon, wenn auch noch nicht so wirklich. Also mein Onkel ist Bäcker. Aber nicht so ein "Tüte auf, drübber, fertisch!- Bäcker", sondern so richtig handwerklich, mit Teig gehen lassen, von Hand kneten und formen. Und selbstgemahlenem Mehl aus dem vollen Korn. So ein richtiger Bäcker eben. Ok, inzwischen ist seine Bäckerei so erfolgreich, dass er nur noch selber in die Backstube geht,  wenn es um irgendeinen Werbefilm o.ä. geht. Für den Rest, hat er seine "Sklaven".
Als ich neulich da war, schien seine Freundin doch erstaunlich daran interessiert, dass ich dort mal ein Praktikum machen sollte. Hat mir schon die Leute vorgestellt und die Utensilien. Die bezahlen ihren Mitarbeitern sogar eine Rückenschule, damit sie die Getreidesäcke stemmen können. Ob ich das mache weiß ich zwar noch nicht, aber so leer wie die Zeilen bis hier sind, will ich das auch nicht stehen lassen.

Das sieht doch richtig gut aus, dieser Zettel. Als hätte ich einen Plan, was ich aus meinem Leben machen will. Dabei wollte ich doch so gerne wiederholen :(

-------- Einige Zeit später -----------

So, jetzt war ich bei der Beraterin. Eigentlich ganz nett. Hat meine Daten aufgenommen und meine Zeugniszensuren in den PC eingetippt. Und einen Test hat sie mir empfohlen. Ganz neu und anscheinend für Abiturienten gedacht, die keinen Plan haben. Also für mich. Warum gibt es diesen Psycherl-Test erst jetzt?
Na dann, probiern wir ihn mal aus.

(...)

Typisch. Der Test empfiehlt mir einen handwerklichen Beruf, der im Idealfall etwas mit Musik zu tun hat. An dieser Stelle einmal kurz ein Wort an die Leute, die sich solche Tests ausdenken:
NUR WEIL MAN EIN ISTRUMENT SPIELT UND NOTEN LESEN KANN (oder auch nicht) HEIßT DAS NOCH LANGE NICHT, DASS MAN EINEN BERUF MACHEN MÖCHTE, IN DEM MUSIK VORKOMMT!
So!
Was haben wir noch? Oh, das hört sich gut an: Praktisch-technisches Verständnis, Räumliches Denkvermögen, Grammatik und Wortschatz, Logisches Denken, Kreativität... In diesen Punkten habe ich mehr Punkte erreicht, als der Durchschnitt. Das ist doch mal was. Gedächtnis wäre wahrscheinlich auch noch dabei gewesen, wenn ich diese Aufgabe auf dem iPad hätte lösen können, aber so fortschrittlich sind wir dann ja doch noch nicht...

Selbstvertrauen/ Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Team- und Kritikfähigkeit hingegen sind nur sehr, sehr, sehr knapp dargestellt. Das sollte ein potenzieller Arbeitgeber lieber nicht sehen. Also ignorieren.

Der zweite Termin bei meiner Beraterin ist dann Ende des Monats.

--------- Ende des Monats --------

*Hust, Kotz und Würg*
Soll heißen: Ich bin krank. Na, doll!
Okay, heißt wohl, dass sie sich den Test ohne mich anschauen kann. Hoffe sie ist nicht allzu sauer auf mich, dass ich sie versetz.
Oh, eine Nachricht.
Das Ergebnis überrascht sie nicht und sie würde mir bei Bedarf bei der Suche nach einem Platz helfen.
Hilfe? Ich will ja zu meinem Onkel, er weiß das, ich weiß das. Und wir beide wissen, dass das erst was wird, wenn ich einen Führerschein habe. Und den habe ich nicht. Konnte mich einfach noch nicht dazu durchringen zur Anmeldung zu gehen. Meine Mutter meint, das müsse ich schon alleine machen. Aber ich weiß ja auch noch gar nicht zu wem ich gehen würde, wenn ich würde. Bis vor ein paar Monaten war ich schließlich noch der festen Überzeugung, niemals (!) einen Führerschein zu machen.
Und ansonsten hat sie mir ja schon die Stellen gezeigt, die für dieses Jahr noch frei sind: Keine.
Aber ich werde sicher auf ihr Angebot zurückkommen... irgendwann...

-------- September --------
Oh, nein!

Samstag, 28. September 2013

Kindergeld.

"Und, wenn ihr euer Abi-Zeugnis in der Hand haltet, dann geht ihr am Montag darauf zum Arbeitsamt und meldet euch arbeitslos."
So, oder so ähnlich hat unser Jahrgangsleiter sich vor etwas über einem Jahr ausgedrückt. Aber ich hatte es mir gemerkt.
Entgegen der landläufigen Meinung hielt ich es dann auch tatsächlich einige Monate später in den Händen. Mein Abi. Und zu dieser landläufigen Meinung zählte neben der Überzeugung von fast allen meiner Lehrer auch die meiner Eltern und Geschwister, welche sich beinahe auf gruselige Art und Weise einig waren, dass ich "mit dieser Einstellung" nie mein Abi schaffen würde. Ok, ich muss mich auch dazu zählen. Ich wollte eigentlich meinen Kindern, insofern da mal ein Mann für Kinder komme, später mal mit gutem Gewissen erzählen, dass ich mein Abi nicht geschafft hätte, weil ich meine Einstellung gegenüber "Verantwortung", "Hausaufgaben", "Anwesenheit" etc. nicht ändern wollte.
Und jetzt? Jetzt kann ich ihnen nur erzählen, dass man trotzdem sein Abi schaffen kann. Selbst wenn man erst am Morgen der Prüfung anfängt zu lernen. Und dass sich Lernen manchmal gar nicht auszahlt, und man dann nur der verschwendeten Zeit hinterher trauert.
Echt, ein klasse Vorbild, was ich da abgebe. Bildungspolitik sei dank!
Aber ok, der Plan war ja: Hast du Abi, gehst du Arbeitsamt.
Was ich natürlich getan ab... also... irgendwann. Ja, es war nicht unbedingt DER Montag darauf. (War auch gar nicht möglich, da ich mein Zeugnis zu dem Zeitpunkt noch gar nicht hatte.) Aber ich war da.

Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Als ich meine Mutter dazu befragte, meinte diese nur, dass dort schon Leute sein, die dafür bezahlt würden, mir zu helfen.
Na dann.
Ich geh also die Treppe hoch, öffne die Tür, suche den Schalter für die Anmeldung und bäm! Ich stehe kurz vor dem Zusammenbruch.
Da fragt die mich doch glatt, was ich will.
"Hallo??? Wenn ich wüsste, was ich will, wär ich nicht hier!", schießt es mir durch den Kopf.
Noch bevor ich in den Tränen ausbrechen kann, hilft mir allerdings meine Freundin, die, aus mir nach wie vor nicht ersichtlichen Gründen, mitgekommen war:
"Du willst einen Ausbildungsplatz. Oder willst du ungelernt arbeiten?"
"Ja, was weiß ich. Meine Mama hat mir gesagt, die wissen schon was ich machen soll", denke ich.

Das muss man sich echt mal reinziehen. Und so einem unselbstständigen Wesen gibt man einen Abschluss und lässt es auf die Arbeitswelt los. Doch weiter im Text.

"Dann brauchen sie einen Termin bei der Berufsberatung ("Oh, davon hab ich schonmal gehört"), aber die Betreuerin für die Abiturienten hat grade keine Zeit/ hat Urlaub/ ist krank (irgendwas davon war's bestimmt). Der nächste Termin ist am ******Piep****** um *****Piep****** Uhr. Hier haben Sie einige Unterlagen zum Ausfüllen."

Beamte...

Dienstag, 24. September 2013

Führerschein bestehen (Part I)

Tag 1 meiner praktischen Lkw-Ausbildung und ich höre meinen Fahrlehrer sagen:
"Bisher ist mir kein Fahrschüler für C1 (Lkw bis 7,5t) durch die Prüfung gefallen."
Heute war die besagte Prüfung und mein Fahrlehrer darf noch heute sagen:
"Bis heute ist mir kein Fahrschüler für C1 durch die Prüfung gefallen."

Bis heute...

Ja, ich habe seine Statistik auf glänzende Art und Weise zerstört. Und das mit einem Fehler, dem man nicht mal einem Fahranfänger in seiner zweiten Fahrstunde hätte verzeihen können: Ich habe vergessen die Handbremse anzuziehen.
Den Wagen, den ich bis dahin ganze 15 Meter rückwärts an eine Rampe befördert hatte, rollte zurück und der Prüfer hatte nach geschätzten 5 Minuten seine Pflicht getan. Ich war durchgefallen.

Mein Lehrer, der nun seinen Standartspruch umändern müsste in:
"Bisher haben so gut wie alle diese Prüfung bestanden",  "Bis auf eine, haben bisher alle diese Prüfung bestanden" oder "Bisher ist mir kein FahrschülER für C1 durch die Prüfung gefallen" wobei er bei letzterem natürlich nur die männlichen Beteiligten einschließe. Nun ja, er ärgerte sich wohl als Erstes, da er als Erstes erkannte, dass ich durchgefallen bin. Ich brauchte für diesen Schritt verhältnismäßig lang, obwohl mir natürlich bewusst war, dass es zu Ende ist, sobald ich etwas berühre. Abgesehen von der Straße natürlich. Und eventuell noch einem Kantstein, den der Prüfer mir verzeiht.
Aber rückwärts gegen 'ne Mauer zu fahren, vor allem, da das auch nicht die leiseste Situation darstellt (jetzt mal abgesehen von meinem fluchenden Lehrer), wäre das auch nicht so leicht zu vertuschen gewesen.
Was ich im Moment bereue ist eigentlich nur, dass der Prüfer echt nett zu sein schien und mir vielleicht sogar einen Patzer beim rückwärtigen Einparken oder um eine Kurve fahren, hätte verziehen. Da er laut mehrerer Fahrlehrer eher darauf achtet, das der sonstige Verkehrsfluss gut beobachtet wird (Spiegel, Schulterblick etc.). Außerdem kannte er sich in dem Prüfungsgebiet wohl gar nicht mal so gut aus, so wie ich.
Wir hätten uns also sicher gut verstanden, wenn wir gefahren wären.
Wenn...

Ich ärgere mich im Moment mehr, als ich eigentlich will, daher gehe ich jetzt mit meiner Mama in den Wald, Pilze suchen. So als eine Art Stressbewältigungs-Therapie.

Donnerstag, 12. September 2013

Trecker fahrn...

Kommt Bauer Heins auf den Hof von Fritzchens Familie.
Da alle ausgeflogen zu sein scheinen, fragt er Fritzchen:
"Hey, Fritzchen. Wo ist den dein Vater?"
Darauf Fritzchen: "Vom Trecker überfahren!"
"Oh, nein. Das ist ja schrecklich", entgegnet Heins, "und deine Mutter?"
"Die ist auch vom Trecker überfahren!"
"Oh, Fritzchen, das tut mir aber leid. Aber wer passt denn auf dich auf? Wo ist denn deine Schwester?
Fritzchens Antwort: "Die wurde vom Trecker überfahren."
"So ganz alleine. Was machst du denn hier?", hackt Bauer Heins nach.
Worauf Fritzchen meint:
"Trecker fahrn!"
Und das will ich auch!
Also nicht, dass ich jetzt Fritzchens Familie überfahre...oder meine.
Naja, und eigentlich ist es ja eher Lkw fahren.

Ich finde es extrem cool, wenn Frauen Lkw fahren. Es sieht einfach richtig gut aus. Ich weiß echt nicht, welches Zentrum in meinem Hirn da irgendwie einen Schlag weg bekommen hat, dass ich so denke, aber in meinem Augen ist eine Frau, die Lkw fährt, stark. Ok, solange sie im Lkw sitzt. Ich durfte schon zwei mal mit solchen Frauen fahren. Sie sahen echt gut dabei aus. So gut wie man eben bein Fahren aussehen kann... :)
Wie auch immer. Ich wollte auch so aussehen, und da mein Vater ein Verkaufsmobil auf die Wochenmärkte fährt, hatte ich sogar einen guten Grund, diese Führerscheinklasse mit anzumelden. Und am 24. ist es dann soweit. Da habe ich meine Lkw-Prüfung. Und ich saß bisher noch kein einziges Mal am Steuer. Das kann ja was werden; ist aber doch auch schön, wenn der Fahrlehrer solch ein Vertrauen, oder nennen wir es Gutglauben, in einen Schüler hat. Er muss ja schließlich mit mir fahren ;)

Kurz danach wird dann noch mal ein sehr wichtiger Termin anstehen, aber davon dann mehr, an entsprechender Stelle.

Samstag, 31. August 2013

Geschafft!

"Stellen Sie nun noch den Wagen diebstahlsicher ab", sagte der Prüfer.
Anhalten. Leerlauf. Feststellbremse. Motor aus...
"Diebstahlsicher", flüsterte mein Fahrlehrer.
Schlüssel abziehen, damit das Lenkradschloss einrasten kann. Als würde ich das vergessen!
"Dann herzlichen Glückwunsch zu Ihrem bestandenen Führerschein!"

Wow. So fühlt es sich also an. Ich hatte es geschafft. Und ich war geschafft. Bis dato habe ich zwar immer leicht geschwitzt, aber aus unbekannten Gründen bildeten sich bei mir eigentlich nie Schweißflecken. Naja, bis dahin. Aber ich denke das ist in Ordnung. ;)

Dieser Moment ist nun schon ganze 2,5 Wochen her. Und zwei Benzintanks. Als ich das erste Mal meine Freundin nach Hause brachte (sie war die letzte, die es erfuhr, obwohl sie eigentlich eine der ersten sein sollte) meinte sie, sie fühle sich wie ein kleines Mädchen, das mit ihrer Freundin im Auto ihrer Mama "Autofahren" spielt.
Aber es ist war. Ich kann endlich irgendwohin fahren, ohne den Bus zu nehmen oder jemanden anzubetteln, dass er oder sie mich fährt. Es ist schon irgendwie befreiend. Und wie erleichtert ich war, schließlich begann vor 2 Wochen mein Vor-Praktikum, um das ich so sehr gekämpft hatte (litte-mule.blogspot.de berichtete). Und ohne Führerschein, hätte ich jeden Tag über eine Stunde Bus fahren müssen oder eben meine Mutter anflehen.

So, das war jetzt die kleine Zwischenmeldung, die ich geben wollte. Hoffe, dass ich in nächster Zeit mal wieder öfter zum Bloggen komme ;)

Montag, 29. Juli 2013

Schatzkarte - Do it yourself!

Man benötigt:

  • Papier in der Größe der Wahl (bei mir war es DIN A3)
  • 1 Tasse kalten Kaffee (man kann auch heißen nehmen, aber den will meistens noch jemand trinken)
  • eine Wanne zum Einweichen
  • Feuer
  • Spaß! Wobei der meistens von selber kommt :)


Als erstes reißt man von dem Blatt Papier die Ränder ab, damit man eine richtig alte Schatzkarte simuliert, die auch schon das eine oder andere Mal mit auf See war. Man sollte bedenken, dass dadurch die Größe des Papiers erheblich schrumpft. Da man später den Rand evtl. noch weiter bearbeitet, empfiehlt es sich das Papier in einer Größe größer zu benutzen.



-> Bsp.: statt DIN A4 => DIN A3


Da das gute Schriftstück nicht immer so fürsorglich behandelt wurde, und Rum, Sonne und Dreck ihre Spuren hinterlassen haben, kommen die vorbereiteten Blätter nun in die Wanne und werden mit Kaffee übergossen. Dabei gilt: Je stärker, umso besser! Espresso geht also auch. Aber schwarz. Keine Milch und bitte auch keinen Zucker, das klebt sonst später nur. Bei diesem Schritt darauf achten, dass der Kaffee das Papier überall berührt, also am besten die Blätter noch mal auseinanderlegen und einzeln in die Brühe drücken. Das ganze jetzt erst einmal stehen lassen, bis alle Blätter durchgeweicht sind, d.h. die Flüssigkeit aufgesogen haben. Ich hab ihnen eine halbe Stunde gegeben, wenn man Zeit hat (und die sollte man für das Projekt haben) geht's auch länger.







Nun das Papier aus der Wanne rausholen und zum Trocknen flach auf einem Tisch mit Küchenkrepp auslegen.


Da wir einen relativ großen Garten haben und das ganze auch schnell zu einer Schweinerei werden kann, habe ich mich mit dieser Bastelei in die freie Natur begeben. Zum Trocknen habe ich das Papier erst ein wenig abtropfen lassen und es anschließend aufs Gras gelegt, wie auf dem Bild. Durch das Gras obendrauf entstehen nach dem Trocknen noch interessante Effekte, ebenso wie durch die Wassertropfen, die von der Magnolie (nicht im Bild) daneben drauftropften.
Um nicht die ganze Arbeit an den Morgentau zu verlieren, habe ich die Papiere über Nacht auf einen überdachten Tisch gelegt (nach wie vor im Garten). 
Am nächsten Tag habe ich die Restfeuchte mit einem Fön rausbekommen. Alternativ legt man es in die Sonne.

Für den letzten Schliff, schließlich hat die Karte schon dem ein oder anderem Schiffsbrand getrotzt, habe ich die Ränder etwas angekokelt und auch noch ein Loch eingebrannt. Auch das habe ich nicht im Haus gemacht, sondern auf einer Terrasse mit Steinfußboden. Das Papier brannte so gut, dass ich mehrmals die Flammen austreten musste, damit noch etwas von der Karte übrigbleibt. Dabei also echt vorsichtig sein und notfalls lassen, wenn man nicht so auf Löschen steht.


Jetzt noch einen netten Text drauf, einrollen, fertig!


Was man damit machen soll? Keine Ahnung...
Aber ich habe sie als Karte für eine Schnitzeljagd benutzt. Das ganze sah dann, je nach Schwierigkeitsgrad, so aus:











Sonntag, 21. Juli 2013

Anemonemene

Ja, eine Anemone darf natürlich auch nicht fehlen auf dem Mobile, stellt sie doch das Zuhause von "Nemo, 'The Clown' Fish" dar.


Doch nachdem ich nach Anleitung etwas produzierte, 
was vielmehr nach einer Qualle (siehe oben) aussah, gab ich zunächst auf.
(...)
Irgendwann entwickelte sich dann eine Idee in meinem Kopf und das kam dabei raus. 
Okay, sieht, wenn man es jetzt umdreht, noch mehr nach Qualle oder Tintenfisch aus, aber damit kann ich leben. Vor allem, weil ich mir die Anleitung komplett selbst zusammengeschustert habe :D



Jeah, ich bin so toll und so genial und so Blabla.... lalalalaaaa *singend lesen*


Samstag, 20. Juli 2013

Altona

Auch wenn wir schon lange nicht mehr in Hamburg wohnen, so hat mein Vater dort immer mal wieder eine Wohnung und arbeitet dort. Heute musste ich aushelfen, weil einige Ferien haben. Allerdings war die Arbeitszeit heute verkürzt, da es irgendwelche Demonstrationen gab. Daher wurden wir von der Polizei angewiesen, den Platz (mein Vater ist Markthändler) zu räumen, da die Demonstranten nicht unbedingt freundlich gesinnt sind, vor allem, wenn die Polizei anwesend ist.

Worum genau es geht, hab ich noch nicht so ganz raus, aber was nicht ist, kann ja noch werden...

Freitag, 19. Juli 2013

Bald ist es soweit!

Ja! Endlich!
Heute habe ich ganz offiziell die Bestätigung erhalten, dass mein Antrag auf einen Führerschein bewilligt wurde. Das heißt in meinem speziellen Fall, dass ich meine Theorieprüfung ablegen kann und diese für die Klassen B (Pkw) und C1 (Lkw bis 7,5t) zusammen.
Und wenn alles passt, kann ich bis August meinen Führerschein (Klasse B) erledigt haben.

Doch noch glücklicher über diese Entwicklung, als ich selber es bin, ist meine Mutter. Aber die meint sowieso die ganze Zeit, ich solle arbeiten, ausziehen, meinen Führerschein machen, Geschirrspüler einräumen... naja, das übliche eben ;)

Nur heißt das eben jetzt, dass ich lernen muss. Mittwoch mach ich dementsprechend zu meinem Führerschein-Tag. Morgens noch einmal Theorie-Unterricht, mittags Fahrstunde und abends wieder Theorie. Dabei sehe ich dann sogar noch einmal alle Lehrer. Und am Montag die erste Prüfung.
Ich glaub, ich steck meine Nase noch mal in mein Lernbuch, bis dahin.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Heimarbeit? Klingt interessant...

Als ich am Dienstag im Kino war, erzählte mir meine Begleitung (sie ist Studentin), dass sie jetzt "Transkripteurin in Heimarbeit" sei. D.h. sie erhält Geld dafür, dass sie zuhause per e-Mail eine Audiodatei, z.B. ein Interview zugeschickt bekommt und dieses verschriftlich. Geld für eine Tätigkeit, die wir beide mal gelernt haben und die man, außer vielleicht zum Bewerbung schreiben und chatten, nie braucht.
Hmmm... klingt nicht schlecht.
Also googeln wir das mal.
Abgesehen von diversen Inseraten von "Privat" gibt es sogar eine Online-Plattform (Heimarbeit.de) und einen Service (amanu.de), die sich auf Arbeiten spezialisiert haben, die man in Heimarbeit oder "Home-Office" erledigt. Speziell die Seite amanu.de erweckte mein Interessen, da dort ganz direkt Stellenanzeigen aufgezeigt werden, für die man sich bewerben kann.
Naja, Grammatik und Recthscraipunk sind ja nicht so meins, aber dafür gibt es Korrekturleser. Trotzdem fallen ein Großteil der Stellen weg, da sie darauf abzielen, dass man sich im medizinischen oder juristischen Vokabular auskennt. Beides ist bei mir nicht der Fall. Doch auch diese Seite sucht sowohl eine "Allgemeine Schreibkraft" als auch einen "Interviewtranskripteur", beides in Home-Office. Da ich auf einer anderen Seite gesehen habe, dass man mindestens 300 Anschläge/Minute machen sollte, habe ich das spontan getestet. Beim ersten Versuch (3 Minuten) habe ich 310 Anschläge geschafft, beim zweiten Mal (1 Minute) sogar 322. Das entspricht 9 Anschläge in der Sekunde.

Ich denke, darüber muss ich noch mal 'ne Nacht schlafen oder auch länger ;)

Jetzt gibt es Hühnchen und ich hab Hunger, also verzeiht mir, dass ich grade keinen Gedanken mehr zu Ende denke, Kartoffel.
Äh, ja.
Flige

Mittwoch, 17. Juli 2013

Wer bist du?

Eine Frage, die einen Blogger WIRKLICH interessiert, ist die, wer genau eigentlich den Blog liest, mit dem man sich so oft beschäftigt (ich im Moment täglich).
Solltest du also diesen Post lesen, sei dir doch bitte nicht zu schade und hinterlasse einen Kommentar, in dem steht, wie du heißt (Vorname oder Spitzname reicht völlig), wie alt du bist (auch hier genügt ein Zeitabschnitt, z.B. zwischen 14-18 oder so), aus welchem Land du kommst (es sei denn, in deinem Land ist Internet verboten) und wie du auf diesen Blog aufmerksam wurdest.
Auch wenn dieser Post schon zwei oder drei Jahren alt sein sollte, kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen auch wenn du das schon vor zwei oder drei Jahren getan hast.
Oh, man! Wie freue ich mich schon darauf in drei Jahren Kommentare zu lesen.
Aber bis dahin, wünsche ich noch ein paar angenehme Jahre ;)

Dienstag, 16. Juli 2013

Now You See Me

Wow... einfach wow.

Ich war heute mit einer Ehemaligen (also einer früheren "Schulkameradin") in Bremen. Und nachdem ich nach ewiger Zeit mal wieder einen Bubble Tea getrunken habe (siehe hierzu auch das "Sozial-Media-Dokumentations-Gesetz") waren wir im Kino. Und als wir uns endlich für einen Film entschieden hatten, gingen wir in "Die Unfassbaren". Dabei stellten wir nicht allzu viele Erwartungen an die Story. Ok, ein paar Magier rauben irgendwie eine Bank aus und zwei Agents fühlen der Bande auf den Zahn.
Dann lief der Film und wir waren so:
"Aha..." - "Hmm..." - "Joa, schon ganz witzig" - "Boa, genial!" - "Hä? Jetzt check ich nix mehr?!" - "Ha, ich weiß, wer der Täter ist!" - "Krasses Ende!!!"
Und am Ende weiß man dann, wie man an der Nase rumgeführt wurde. Aber eben erst ganz zum Schluss. Der Film ist selten genial, richtig witzig und spannend. Ich würde ihn mit "Inception" vergleichen, auch wenn das Traum-Motiv natürlich einzigartig war. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich total auf Illusionstricks stehe und noch mehr auf die Auflösungen davon. Und von beidem strotzt dieser Film nur so. Zusammen mit den Hollywood Spezialeffects und den nicht grade abgrundtief abartigen Schauspielern, ist dieser Film für dieses Jahr vorerst mein Topfilm. Ich will ihn mir mindestens noch einmal im Kino anschauen und wahrscheinlich hol ich ihn mir auch auf DVD.

Klare Empfehlung also meinerseits.

Schaue grade übrigens auf Sixx die Slapstickkomödie "Partyalarm - Finger weg von meiner Tochter". Ich wusste nicht, dass etwas so schwachsinniges überhaupt im Fernseher laufen darf.
Genial, wenn man mal richtig mit Freunden ablachen will.
Oder auf Ashton Kutcher steht.
...
Oder beides. ;)

PS.: Kurze Frage: Hat schon mal einer bemerkt, dass diese Typen, die im Kino kurz vor Filmbeginn Eis verteilen, immer extrem heiß sind? Ob das wohl eine Aufnahme-Kriterium für den Job ist?!

Montag, 15. Juli 2013

The Death of a Star

Hier eimal ausnahmsweise ein kurzer Post:

Nach der schönen Anleitung (100 kleine Häkelfiguren), die wirklich einfach gestaltet ist und sehr gut nachvollziehbar, habe ich Stella, den Seestern des Aquariums hergestellt.
Leider habe ich nicht mehr genug Platz auf dem Mobile - ganz zu schweigen von Motivation - so dass ich mich entscheiden musste:
Mache ich die Gang des Aquariums oder die Schulklasse von Herrn Rochen?
Und nachdem ich keine ausreichenden Anleitungen für Kugelfisch, Khan und Garnele gefunden habe (im Gegensatz zu Tintenfisch und Seepferdchen) muss Stella leider draußen bleiben.

Schade eigentlich, passt sie sich doch farblich sehr dem Original aus dem Film an, oder?

Ok, ein Mund fehlt.
Jetzt lasst uns mal nicht auf Kleinigkeiten rumhacken!

Sonntag, 14. Juli 2013

Der kleine Kuchenkrümel

Gestern hatten wir Besuch... oder sagen wir Besuche.

Meine Mutter hatte beschlossen spontan eine Gartenparty zu veranstalten. Beginn sollte so gegen 16:00 Uhr sein. Um 16:00 Uhr waren exakt zwei Personen da. Taddi, eine Freundin, die gefragt hatte, ob sie früher kommen soll, um aufbauen zu helfen, und Klaus.
Mit der Zeit trudelte dann auch der Rest der Truppe ein, fast jeder der eingeladen war kam - früher oder später - oder ging -früher oder später. Wir fingen irgendwann mit Kaffee und Kuchen an, gingen über zu Grillen mit Bier und Wein und endeten mit schönen Gesprächen in einer lauen Sommernacht.
Der Kuchen war lecker, auch wenn ich dank Kuchenschneiden, Sahneschlagen und Zuckerorganisation nichts von Taddi's Kuchen abbekam (ein Glück gab es noch mehr Kuchen).
Die Würstchen gingen weg wie Würstchen und das Grillgut wurde beinahe restlos weggegrillt. Das soll nicht heißen, dass wir danach nichts mehr gehabt hätten! Sagen wir mal so: Bei uns ist noch nie jemand verhungert...
Mal eben nebenbei:
Einen Tag zuvor hatte ein befreundetes Ehepaar, nach kurzfristiger Absprache, noch einen guten Esser mehr zu einer Einladung bei uns mitgebracht. Für meine Mum kein Problem, hatte sie doch eh die doppelte Menge Nachtisch gemacht. Es hat nicht nur gereicht, es blieb von diesem Mittagessen sogar noch etwas übrig, und das, obwohl die Hälfte der Gemüse-Beilage verbrannt war.
Besagtes Ehepaar verschwand dann auch erst recht spät wieder aus unserem Garten, hinterließ in meinem Kopf allerdings einen der schönsten realen Pärchen-Momente.
Es müsste so gegen elf Uhr nachts gewesen sein. Schon etwas länger war die Dunkelheit über unserem kleinen Garten eingebrochen. Leider hatten wir keine Kerzen, aber die Mücken kamen auch ohne Licht ganz gut ran an unsere Beine, Arme, Ohren und was sonst noch so frei lag. Er hatte seine Frau schon ein paar mal mit supersanfter Stimme "gerufen" und angefragt, wann sie losfahren wollten, als er schließlich aufstand, sich hinter ihrem grünen Gartenstuhl aufstellte und ihr zärtlich, erst eine, dann beide Hände auf ihren Kopf legte. Auch wenn es mich ein wenig an einen Vater erinnerte, der seinem kleinen Mädchen durch die Haare wuschelt. In diesem Moment wünschte ich mir für meine Zukunft, dass auch mein Mann einmal so etwas bei mir macht. Tja, ich bin halt diese hoffnungslose Romantikerin, die ich bin... Hey, ich wünsch mir keine Tragödie wie Rose und Jack aus Titanic oder solch eine hoffnungslose Geschichte wie Romeo und Julia. Einfach nur einen Mann, der mir seine Hände auf den Kopf legt und in dem kleinen Mädchen, das neben mir sitzen wird, den Wunsch weckt, eine reale Beziehung aufbauen zu können. Und DAS (!) nenne ich den kleinen Kuchenkrümel des Lebens, der die Zeit einen Augenblick anhält, um den Moment in einem Marmeladenglas zu konservieren.

Oh, man. Was für ein sentimentaler Schwachsinn. Ich glaub, ich sollte aufhören mir solch überirdisch unreale Liebesstories wie "Beastly" reinzuziehen. Das wird ja nur noch übertroffen von... von Disney und Marbel-Comic-Verfilmungen. Naja, oder meiner Fantasie. Denke grade darüber nach Drehbuchautorin zu werden ;)

Samstag, 13. Juli 2013

Papa Marlin und Nemo

Wie sollte bitteschön ein "Findet Nemo Mobile" aussehen, wenn man keinen Nemo hat?
Es dauerte echt lange, bis ich eine Anleitung für einen dreidimensionalen Fisch mit Streifen gefunden habe. Aber als es dann so weit war, ging es vergleichsweise schnell. Wenn man 3 Monate als schnell bezeichnet. Naja, nachdem ich den größeren Clownfisch annähernd fertig hatte, war mir so gar nicht danach die Fäden zu vernähen, geschweige denn, den zweiten anzufangen.
Aber jetzt sind sie fertig und sollen dem www nicht vorenthalten werden.

 Man beachte an dieser Stelle noch einmal deutlich die Glücksflosse.
Und ja, sie ist auf der falschen Seite angebracht ;)

"Gibt's ein Problem?"

Naja, Glubschaugen haben sie irgendwie beide. Zu meiner Verteidigung sei zu sagen, dass ich heute zum ersten Mal offiziell bemerkt habe, dass man die Perlen für die Augen auch in die Arbeit einarbeiten kann. Wie genau das geht, ist mir aber noch ein Rätsel.
Die Anleitung habe ich mal wieder im Internet gefunden, daher ist sie auf Englisch, aber wenn man einen Plan hat, wie Häkeln funktioniert, kriegt man das auch hin.
Inzwischen benutze ich die Angaben in den "Pattern" eh nur noch als Anregung. Um den Größenunterschied hinzubekommen habe ich viel improvisiert, aber auch Marlin sollte ursprünglich noch größer sein. Auch die Flossen sind Pi mal Daumen angelegt, wie es halt grad passte. Interessant, dass Nemo sogar eine Flosse mehr hat, eine ursprünglich als Seitenflosse gedachte orange Flosse dient nun als Bauchflosse. Ich denke man erkennt grundsätzlich, wer die beiden sein sollen. 
Habe inzwischen auch schon mit ihrem Zuhause angefangen, der Anemonemeneme, Anemenoe, Anemone!
Und wenn ich mich endlich dazu durchringe Dory zu machen, kann ich auch die Mondfische (treten im Film als Schwarm auf) reinstellen. Aber das kann noch dauern, also das mit Dorie :)
Morgen stelle ich dann noch einen Charakter vor, der zwar fertig ist, aber schon jetzt ausgeschlossen wurde. Echt schade. Um wen es geht und warum, erfährt man morgen...

Freitag, 12. Juli 2013

Wir schreiben das Jahr 1920

Diese wahre Geschichte hat mir neulich ein Freund erzählt und ich fand sie so cool, dass ich beschlossen habe sie hier unter zu bringen.

(Gewisse, historisch nicht belegbare Anführungen sind der künstlerischen Freiheit des Autors zu zuschreiben)

1920 - in einer Welt die von der Arbeitslosigkeit gezeichnet ist - veröffentlicht die "Western Union Telegraph Company" eine Stellenanzeige. Diese sucht einen Morse-Operator.
Die "Western Union" bekommt unzählige Bewerbungen und lädt schließlich 300 davon zu einem Bewerbungsgespräch ein. Es wird extra für diesen Zweck eine große Halle angemietet, in der mehrere Gesprächskabinen hochgezogen werden.
Am großen Tag trudeln die Bewerber nach und nach ein. Sie müssen eine Nummer ziehen und betreten die Halle. Die Halle füllt sich und die wenigen Sitzgelegenheiten sind recht bald erschöpft. Es ist extrem warm und stickig, die meisten Bewerber sitzen inzwischen auf dem Boden. Das andauernde Hämmern einer Baustelle dröhnt in den Köpfen und noch immer wurde keiner der Wartenden reingebeten, als ein weiterer Bewerber, nennen wir in David, die Nummer 254 zieht.
"So spät, wie der kommt, kann der froh sein, wenn er überhaupt noch reingelassen wird", denken in dem Moment wahrscheinlich die meisten der Bewerber.
David bahnt sich seinen Weg durch die Menge und findet schließlich ein unbenutztes Fleckchen Fußboden. Doch vier Minuten, nachdem er sich hingesetzt hat, springt er plötzlich auf. Er geht zu einer der Kabinen, die für die Gespräche bereitgestellt wurde und ohne reingebeten worden zu sein öffnet er die Tür.
Einige Minuten vergehen und da kommt David mit einem älteren Herren heraus, dem Personalchef der "Western Union". "Wir haben unseren Mann", sind die ernüchternden Worte an die Menge.
Die wartenden Bewerber schauen sich verdutzt an, sie verstehen die Welt nicht mehr und verlangen nach einer Erklärung.

Was war passiert?

David war der einzige, der verstanden hatte, worum es bei diesem Treffen ging. Das Hämmern kam nämlich gar nicht von einer Baustelle oder Renovierungsarbeiten in der Nähe. Nein, es waren Morse-Zeichen. Die Botschaft lautet wie folgt: "Wenn Sie das verstehen, gehen Sie zu Raum B1 und kommen herein ohne reingebeten zu werden. Dann haben Sie den Job."

Es gibt nun einiges was man aus dieser Geschichte lernen könnte. Dass man z.B. nicht die falschen Schlüsse ziehen sollte. Wer hat denn bitteschön nicht irgendwann in dieser Story gedacht, dass David entweder ein totaler Spinner ist oder die Welt echt nur ungerecht ist. Oder man könnte meinen, dass es manchmal ganz sinnvoll ist, etwas egoistisch zu sein.
Ich denke, die Geschichte zeigt uns, dass wir auch dann das Richtige tun sollten, wenn uns viele nicht verstehen. David hätte ja einfach die versteckte Botschaft übersetzen können und trotzdem auf seinem Sitz bleiben. Schließlich haben ja die anderen auch gewartet. Aber er hatte ein Ziel, und das wollte er erreichen, auch wenn er sich dabei die Ungunst seiner Mitbewerber zuzieht.

Naja, oder er war eben doch ein Spinner. Wer weiß?

Donnerstag, 11. Juli 2013

Mr. Ray

Nennt mir die Zonen, die Zonen, die Zonen. 
Nennt mir die Zonen der offenen Seeeeeeee...

Ja, mit diesem Lied lernt man den liebenswerten Herrn Rochen aus "Findet Nemo" dann auch gleich kennen und lieben. So einen coolen Lehrer wünscht sich doch jeder, oder?
So wirklich wichtig erscheint er im Film ja nicht, aber ich hab ihn trotzdem gehäkelt, falls ich nicht mehr die kleinen Schulkameraden von Nemo schaffen sollte. Außerdem hatte ich dafür eine relativ einfache Anleitung gefunden und dachte mir, ich könne es ja zumindest mal versuchen.

 Er ist zwar etwas "fülliger" als gedacht,...
... aber so hat man dann ja auch mehr zum liebhaben ;)

Die Originalanleitung sieht andere Augen vor, die ich aber falsch bestellt habe. Und da ich dem lieben Herrn R. keine Teddybär-Augen verpassen wollte, muss es halt so gehen. Insgesamt habe ich ihn auch etwas kürzer gemacht, sowohl von der Flügel-Spannweite als auch von der Rumpf-Schwanz-Länge. Er musste schließlich kleiner als Bruce und größer als Marlin und Nemo bleiben. 
Den beiden Clownfischen fehlen im Moment noch die Augen. Aber wenn die angebracht sind, schwimmen sie natürlich auch noch hier vorbei :)